Geschiche der Deutschen Rugbyfrauen

Der Verband der deutschen Rugby Frauen (DRF) ist seit 2003 die Vertretung der Frauenrugby-Vereine in Deutschland innerhalb des Deutschen Rugby-Verbandes (DRV). Zuvor wurden die Angelegenheiten des Frauenrugby ausschließlich durch den DRV als Dachverband geregelt. Seit Entstehung der DRF hat sich das Frauenrugby weiterentwickelt und es spielen nun weitaus mehr Vereine in einem regelmäßigen Ligabetrieb, zur Zeit in einer Bundesliga für 15er Rugby, einer Zweiten Bundesliga für 10er Rugby und 4 regionalen Ligen für 7er-Rugby. Die Frauen spielen nach den international gültigen Rugby-Union-Regeln, wie auch die Männer. Der Vorstand der DRF besteht seit 14. Juli 2007 aus Olga Schneidewind, Bärbel Glass, Susanne Wodarz und Sonja Häffner.  

Seit 2007 gibt es zwei Meisterschaften im 7er-Rugby der Damen. Da die Regionalligen der Damen im Siebener Modus gespielt werden, wurden das bisherige Abschlussturnier der Regionalliga als Deutsche Meisterschaft im 7er der Damen gewertet. Ausgetragen wird dieses Turnier von den jeweils drei erstplatzierten Mannschaften aus den vier Regionalligen. Nach Protesten von Germania List  im Jahr 2006 wurde zusätzlich eine freie Deutsche Meisterschaft im 7er Rugby eingeführt. Die dort teilnehmenden Mannschaften müssen in der vorangegangenen Saison nicht an einer Regionalliga teilgenommen haben.

Somit fanden 2007 zwei "Deutsche Meisterschaften" im 7er-Rugby der Damen statt: 1. eine Deutsche Meisterschaft der Regionalligen, die am 9. Juni in Hannover (FC Schwalbe) stattfand (Siegerinnen: Heidelberger RK)und 2. die "freie" Deutsche Meisterschaft, die am 7. Juli in Heidelberg (SC Neuenheim) ausgetragen wurde (Siegerinnen: SC Neuenheim).
1988 wurde eine Meisterschaft für Frauen eingeführt, die zunächst in Form von Turnieren oder einer Turnierserie ausgetragen wurde. Seit der Saison 1992/93 gibt es wie bei den Männern eine Bundesliga. Sie spielte als einteilige Liga mit vier Vereinen (2001/02), dann mit fünf (2001/02), wieder mit vier (2002/03 und 2003/04), mit sechs (
2004/05). In der Spielzeit 2006/07 sank die Zahl wieder auf fünf.

Die Bundesliga soll spätestens mit Beginn der Spielzeit 2008/09 umstrukturiert werden: Ziel sind zwei regionale Staffeln mit zunächst jeweils vier oder fünf Vereinen, die ihre Spiele in den Monaten September bis März austragen. In den Monaten April bis Juni sollen die besten zwei Mannschaften der beiden Staffeln in Hin- und Rückspielen eine Entscheidungsrunde austragen. Anschließend bestreiten der Erste und Zweite der Entscheidungsrunde das Finale der deutschen Meisterschaft

 

Deutsche Meisterschaften

Jahr Ort Sieger bzw. Tabellenstand Verlierer bzw. Tabellenstand Ergebnis
1988 Berlin SC Neuenheim 2. RK Heusenstamm Meisterschaftsturnier, Endstand
1989 - SC Neuenheim 2. DRC Deutschland-Pokal, Endstand
1990 - SC Neuenheim Heidelberger RK Turnierserie, Endstand
1991 Hannover SC Neuenheim DRC Hannover 30:0
1992 - SC Neuenheim   Turnierserie, Endstand
1993 Heidelberg SC Neuenheim DR Hannover 22:7
1994 Hannover RC Rotweill SC Neuenheim 3:0
1995 Hamburg FC St Pauli SC Neuenheim 23:5
1996 Heidelberg SC Neuenheim FC St Pauli 14:5
1997 Hannover SC Neuenheim FC St Pauli 12:8
1998 Heidelberg SC Neuenheim FC St Pauli 26:12
1999 Hamburg SC Neuenheim FC St Pauli 17:15
2000 Heidelberg FC St Pauli SC Neuenheim 39:3
2001 Hamburg FC St Pauli SC Neuenheim 37:8
2002 Hannover DRC Hannover FC St Pauli 19:17
2003 Hamburg FC St Pauli SC Germania List 25:0
2004 Heidelberg SC Neuenheim St Pauli 31:5
2005 Hamburg FC St Pauli SC Neuenheim 15:0
2006 Hamburg FC St Pauli SC Germania List 17:5
2007 Hamburg FC St Pauli Heidelberger RK 34:17
2008 Hamburg FC St Pauli SC Neuenheim 29:7