7er-EM Moskau: Deutsche Frauen belegen den Achten Platz
Den größten Dämpfer erhielt das Team hierzu jedoch schon Samstag Vormittag: Jenny Naruhn verletzte sich beim Warm-up so schwer, dass sie für das gesamte Turnier ausfiel. Auch Clair Richardson hatte Verletzungspech: Nach ihrem Debut in Amsterdam war es ihr erstes offizielles Event in schwarz-rot-gold. Sie meisterte es gut, verletzte sich aber leider im letzten Spiel am Samstag gegen Italien so schwer, dass sie für das komplette Turnier ausfiel. Ein Start am Sonntag war auch für sie ausgeschlossen. Kreislaufprobleme einzelner Spielerinnen aufgrund der starken Sonne konnten glücklicherweise behoben werden.
Aufgefüllt mit einer russischen Poolspielerin startete das Frauenteam Sonntag Mittag mit nur neun Spielerinnen in Tag 2. Es ging im Plate-Halbfinale darum, ob man anschließend um Patz 5 oder um Platz 7 spielen würde. Mit den Worten vom Vorabend noch in den Ohren zeigte die Mannschaft ihr bestes Spiel des Turniers gegen die Gastgeberinnen – ein sportlicher Wettkampf wie er sein sollte. Unbeeindruckt von den russischen Fans, die ihr Team laustark unterstützten, zeigte die deutsche Mannschaft, wie gut sie spielen konnte. In der ersten Halbzeit schlug sich dies noch nicht in Punkten nieder – mehrere gut gesehene Lücken wurden zwar genutzt, aber die schnellen Russinnen stoppten unsere Ballträgerin wiederholt. Zweimal nutzten sie die so gewonnen Bälle und verwandelten sie in eigene Punkte. Anders jedoch in der zweiten Halbzeit: Zuerst brach Marina Apfel durch die gegnerische Verteidigungslinie, wurde jedoch noch von einer reaktionsstark nachsprintenden Russin am Versuch gehindert. Eine sich anschließende über zwei Minuten dauernde Phase ständiger deutscher Angriffe wurde von Jana Eisenbeiß mit einem Versuch beendet, von Lisa Kropp erhöht. Der Sieg schien zum Greifen nah, als kurz vor Ende des Spiels Marina Apfel erneut die Lücke in der gegnerischen Verteidigung fand und im Sprint auf das Malfeld Fahrt aufnahm. Doch wie zuvor war eine russische Spielerin schneller und ein Tackle ins Aus wenige Meter vorm gegnerischen Malfeld verhinderte einen weiteren Versuch. Mit dem Endstand von 7:12 zugunsten der russischen Damen beendete der Schlusspfiff das Spiel. Platz 5 war damit nicht mehr möglich.
Im letzten Spiel ging es um Platz sieben oder acht – eine harte Aufgabe. Vorjahressieger England hatte in den Vorrunden zweimal verloren und war damit in dem anderen Plate-Halbfinale gelandet. Der englische Sieg im Parallespiel bedeutete gleichzeitig, dass Deutschland sein letztes Spiel gegen Portugal spielen würde, das bisher ein starkes Turnier gespielt hatte. Und das im Spiel gegen Russland noch so gut strukturierte Team fiel leider wieder in die Spielweise vom Vortag zurück. Die Portugiesinnen nutzten ihre Chance, spielten durch die Lücken und legten insgesamt vier Versuche in den ersten sieben Minuten. Nach einer Halbzeitansprache von Trainerin Susanne Wiedemann ging das Team strukturierter in die zweite Hälfte, verteidigte erfolgreicher und schließlich war es wieder Marina Apfel, die für Deutschland punktete. Wie zuvor erhöht von Lisa Kropp. Ein unmittelbar folgender Gegenversuch, den auch eine beherzt verfolgende Jana Eisenbeiß nicht verhindern konnte, führte zum Endergebnis: Deutschland verliert mit einem Endstand von 7:33 gegen Portugal.
Sicherlich ist ein achter Platz kein Ergebnis wie im vergangenen Jahr, das neben optimaler Leistungen der Spielerinnen auch etwas Glück erfordert hätte. Sicherlich auch nicht das Ergebnis wie man es sich gewünscht hätte. Aber auch kein Ergebnis, dass für die Zukunft entmutigt – gerade wenn man sieht wie wenig gefestigt die Kräfteverhältnisse im europäischen Frauenrugby bisher sind und wie viel Potential wir noch nach oben haben.
Gemeinsam trainiert, geschwitzt, gespielt und Deutschland
vertreten haben:
Rafica Schneider
Friederike Kempter
Svetlana Hess
Jana Eisenbeiß
Lisa Kropp
Clair Richardson
Tina Durst
Marina Apfel
Lisa Bohrmann
Jenny Naruhn
Mo, 12.07.2010
Nominierung für die 7er-Europameisterschaft
Nominiert wurden:
Marina Apfel
Lisa Bohrmann
Tina Durst
Jana Eisenbeiß
Svetlana Hess
Friederike Kempter
Lisa Kropp
Jenny Naruhn
Clair Richardson
Rafica Schneider
Do, 08.07.2010
Tagebuch-Eintrag: Vorbereitung am Mittwoch
Der Tag fing an, wie jeder andere zuvor auch. 7:30 gab es Frühstück und um 9:00 sind wir frohgemut zum Trainingsplatz abgefahren. Leider hatte zu diesem Zeitpunkt noch keiner das Radio gehört. Die Autobahn, auf der wir ein kleines Stück fahren, eigentlich nur eine Ausfahrt weiter, war heute Morgen komplett gesperrt. So verspätete sich unser Training um mehr als eine Stunde. Die verlorene Zeit machten wir aber wieder wett, indem wir um so konzentrierter die gebliebene Zeit nutzten. Unsere Physiotherapeutin Iris stimmte uns perfekt auf die kommende Belastung ein. Wir antizipierten in Zweierteams die möglichen Flugbahnen des Balles, indem wir sie uns möglichst schwierig zurollten, zuwarfen oder in die Luft stellten. Auch in 2er-Gruppen warfen wir uns die Bälle, wie beim Empfangen des Antritts zu, um das Abklatschen zu festigen. Daraufhin gingen wir in die für unser Team wichtigste Übung: das Folgen. Auch die Körpertäuschungen waren dieses mal Thema der Trainingseinheit. Hauptbestandteil bildete die Organisation beim Empfangen des Balles nach dem Antritt. Nach erfolgreichem Abschluss der Übung machten wir uns auf den Weg zurück ins Hotel, wo uns ein variantenreiches Mittagessen empfing.
Nach ca. einer Stunde Mittagspause machten wir uns abermals auf zum Training. Ohne Schwierigkeiten erreichten wir den Trainingsplatz pünktlich auf die Minute. Die Einstimmung machte wieder Iris und wir gingen über in Passübungen. Die Presse fand sich zu dieser Zeit ein und wir standen für ein Foto bereit. In dieser Trainingsstunde festigten wir unser Abwehrverhalten und gingen anschließend über in eine Spielphase. Hier konnten wir testen, wir gut wir zusammenarbeiten und die geforderte Struktur unserer Trainerin beibehalten. Nach einem positiven Feedback beendeten wir den Trainingstag im Eisbad, welches mittlerweile typisch für uns geworden ist. Nun konnten wir uns auf das bevorstehende Halbfinalspiel der Deutschen gegen die Spanier freuen und natürlich, was noch wichtiger war an diesem schönen Abend, auf die Nominierungen für Moskau.
Mi, 07.07.2010
Tagebuch-Eintrag: Vorbereitung am Dienstag
Phew! Ein weiterer anstrengender Tag liegt hinter uns. In der ersten Einheit spielten wir nochmals unser neues Lieblingsspiel mit dem Pezziball. Hier fokussierten wir den Durchbruch, wenn der Pezziball im Spiel war und die Organisation, wenn wir mit dem Rugbyball hantierten. Für unser Handling arbeiteten wir in 2er Teams und passten uns gegenseitig mit zwei Bällen. Zur Wiederholung der Folgenstruktur liefen wir über das ganze Feld und folgten in einer S-Form. Zu Beginn hatten wir Schwierigkeiten Raum zu gewinnen, verbesserten uns aber mit jedem Pass stetig.
Nach dem Mittagessen und einer kurzen Pause gings auf zur nächsten Trainingsstunde. Direkt nach einem kurzen Aufwärmspiel, konzentrierten wir uns auf das Tackling im 1:1. In der Pause überraschten uns die Eltern von Geburtstagskind Lisa Bohrmann. Danach lag unser Fokus wieder auf der Defensive und vor allem dem Tackling und dem Verhalten direkt danach. Verschiedene Varianten der Balleroberung am Kontaktpunkt festigten wir und wandten diese Techniken im 3:3 an.
Tagebuch-Eintrag: Vorbereitung am Montag
Die zweite Trainingseinheit begann ebenfalls mit einer Teambuildingmaßnahme, in der wir es mit imaginärem „Starkstrom“ zu tun bekamen: Gemeinsam mussten wir Hindernisse überwinden und das möglichst ohne das Hindernis zu berühren. Es folgten intensive Ballhandling- und Koordinationssequenzen bevor wir ein Propriozepsistraining mit unserer Physiotherapeutin Iris machten. Nach einem erfrischenden Wassermelonensnack ging es dann bei Gott sei Dank bewölktem Himmel in die dritte Trainingseinheit bevor wir diesen Trainingstag mit einem zweiten Test, einem Agilitytest, abschlossen.
Zurück in der Sportschule ging es nach einer schnellen Dusche zum lang ersehnten Abendessen, nach der allabendlichen Feedbackrunde und einem Besuch bei der Physiotherapeutin fielen alle ins Bett.
Tagebuch-Eintrag: Auftakt
Als zweite Einheit gingen wir abends in das Dialogmuseum Frankfurt, dieses soll die Möglichkeit geben die Umwelt einmal als völlig blinde Person wahrzunehmen. Über 90 Minuten galt es nun sich nur auf seinen Hör- und Tastsinn sowie auf unsere Mannschaftskameradinnen zu verlassen. Hier machten wir die Erfahrung dass wir uns auch bei totaler Dunkelheit auf unsere Mitspielerinnen verlassen können.
Diese besondere Erfahrung schweißte uns als Team noch mehr zusammen und stärkte unser Mannschaftsgefühl.
Wir freuen uns auf die nächste Woche und alles was noch kommt.
Countdown zur 7er EM in Moskau
Während sich bis Mittwoch der erweiterte Kader gemeinsam bei der TSG Hausen vorbereiten wird, wird Trainerin Susanne Wiedemann am Mittwoch Abend die endgültige Nominierung für Moskau vornehmen. Bis dahin nehmen am Lehrgang, der mit finanzieller Unterstützung der women's 7s rugby academy ausgerichtet wird, folgende Spielerinnen teil:
Marina Apfel, Vivian Bahlmann, Lisa Bohrmann, Tilla Dier, Tina Durst, Jana Eisenbeiß, Svetlana Hess, Friederike Kempter, Ute Kohlheim, Lisa Kropp, Jenny Naruhn, Clair Richardson, Daniela Schlott, und Rafica Schneider.
European Trophy 2010: Spielbericht Deutschland - Russland
Die Einschätzung des F.I.R.A AER Match Officials über die von Spiel zu Spiel steigende Stärke der deutschen Frauen spiegelt den Eindruck, den unser Team auf dem Platz hinterließ, wieder. Deutschland stürmte und verteidigte, was das Zeug hielt – und die Russinnen hielten mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen. So kam es denn auch nicht nur zu zwei russischen, sondern auch zu Punkten für die deutschen Frauen in der ersten Halbzeit – Ninja Duri legte einen Versuch, die Erhöhung wurde durch Maike Tetz gekickt.
12 – 7 stand es damit in der Halbzeit. Aber unsere Frauen arbeiteten hart. Zahlreiche Straftritte wurden gegen die erschöpften Russinnen verhängt, aber ihre Verteidigungsarbeit bremste die deutschen Frauen dennoch. Aber auch nach mehrfachem Überqueren der gegnerischen Mallinie – ohne einen Versuch erzielen zu können – hielten die deutschen Stürmer couragiert und kontinuierlich den Druck nach vorn aufrecht.
Und der Einsatz des deutschen Teams wurde belohnt: Es gelang der Spielerin mit der Rückennummer 6, Lisa Maral, schließlich den Ball im russischen Malfeld abzulegen. Maike Tetz brachte die deutschen Damen durch die Erhöhung in Führung (14 – 12). Bedauerlicherweise – zumindest aus deutscher Sicht – wendete sich das Blatt drei Minuten vor Spielende nochmals: Eine Attacke der pfeilschnellen russischen Hintermannschaft führte zum Endergebnis von 17:12 für die Russinnen.
Doch auch die letzten drei Spielminuten, nach dem entscheidenden Versuch, verdienen noch Erwähnung: Denn das deutsche Team kämpfte weiter, stürmte unbeeindruckt sofort wieder nach vorne um überquerte sogar erneut die Mallinie – jedoch leider ohne zu punkten. Die Fehler unserer Frauen – teilweise bedingt durch noch junges und unerfahrenes Spiel – taten den Sympathien des Publikums jedoch keinen Abbruch: Deutsche, italienische und französische Stimmen feuerten unser Team an.
Ebenso wie das Publikum zeigte sich Nationaltrainer Loft Stevenson trotz Anerkennung der Klasse und Leistung des russischen Teams vor allem von seiner eigenen Mannschaft begeistert. Der rapide Fortschritt des Teams innerhalb von nur fünf Tagen/drei Spielen und das packende Spiel begeisterten ihn.
Und auch in der Mannschaft scheint nach diesem Spiel die Trauer über den verpassten Sieg nicht im Vordergrund zu stehen, sondern die Motivation für das Platzierungsspiel am Samstag überwiegt: Unsere Mannschaft freut sich am Samstag, den 15.Mai 2010 auf stimmtstarke und zahlreiche Unterstützung. Kick-off um 13 Uhr in Straßburg Hautepierre gegen Belgien (Stade de Hautepierre RCS, Rue Baden Powel, 67200 Strasbourg).
Die weiteren Ankickzeiten:
Spiel Platz 3: 15.5.2010 14.00 Uhr Holland – Schweden in Illkirch
Spiel Platz 5: 15.5.2010 15.30 Uhr Frankreich A – Russland in Strasbourg Meinau
Spiel Platz 1: 15.5.2010 17.30 Uhr Spanien – Italien in Strassburg Meinau
Im Spiel gegen Russland spielten für Deutschland:
Sabine Misbach (55. Dana Nikolaj), Jacqueline Peisker, Sabine Schubert, Anna Krauskopf (50. Julia Rettig), Marlena Sang (65. Laura Lentzer), Lisa Maral (60. Bettina Augner), Svetlana Hess, Simone Otto, Martha Ivanovas, Marina Apfel, Maike Tetz (51.gelbe Karte), Ninja Duri, Corinna Völker ©, Clarissa Wölki (60. Esther Bieler), Alysha Stone
Das Spiel in Punkten:
12.Minute - 0:5 Versuch Russland
20.Minute - 0:12 Versuch + Erhöhung Russland
32.Minute - 7:12 Versuch + Erhöhung Deutschland (Ninja Duri + Maike Tetz)
Halbzeit
47.Minute - 14:12 Versuch + Erhöhung Deutschland (Lisa Maral + Maike Tetz)
67.Minute - 14:17 Versuch Russland
übersetzt von Maike Tetz und Bärbel Glass
Einige Eindrücke von der European Trophy...
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
Fotograf: Christian Rosenbaum
_____________________________________________________________________________________________________________European Trophy 2010: Deutschlands Damen verlieren gegen WM-Teilnehmer Schweden
Im heutigen 2. Spiel der European Trophy 2010 standen die deutschen Frauen dem Weltmeisterschaftsqualifikanten Schweden in Colmar gegenüber. In der letzten Begegnung im Jahr zuvor trennten sich beide Mannschaften in Stockholm 36:8 für Schweden, die sich 2009 im eigenen Land für die diesjährige WM in England qualifizierten.
Der World Cup Qualifier begann, wie er gegen Russland am Samstag aufgehört hatte, mit einem Eröffnungsversuch in der ersten Minute, durch einen Fehler in der neue formierten Verteidigungsreihe. 15 Minuten später konnten die Schweden erneut in der gleichen Manier mit einem erhöhten Versuch punkten um ihr erstklassiges Angriffsspiel zu demonstrieren.
Durch einige Verwirrung im Positionsspiel unserer Mannschaft erhöhte
sich der Punktestand auf 24 – 0 zum Ende der Halbzeit, im übrigen der
gleiche Halbzeitstand wie im Spiel gegen Italien.
In der Halbzeitpause fand der zuversichtliche Lofty Stevenson die
richtigen Worte um der Mannschaft wieder neues Selbstvertrauen zu geben.
Daraus resultierend zeigten die Mädels eine noch entschlossenere und
leidenschaftlichere Einstellung als im Italienspiel am Samstag – was
niemand, der das Spiel am Samstag gesehen hat, für möglich gehalten
hätte.
Noch 6 Minuten waren auf der Uhr zu spielen und das Ergebnis betrug
immer noch 24:0.
„Ich sagte zu den Mädels in der Halbzeit, dass ich sie alle am liebsten umarmt hätte, da sie so hart gegen einen WM Teilnehmer kämpften. Die Schwedinnen werden sich noch einige Tage an die Tacklings und blauen Flecken erinnern, da bin ich mir sicher.“
Rugby Deutschland kann extrem stolz auf die Leistung des deutschen Teams sein und am Mittwoch können sich die Fans auf ein weiteres interessantes Spiel gegen die gleichermaßen entschlossenen Russinnen freuen. Einige unserer Angriffe konnten leider noch nicht in Punkte verwandelt werden, was für die Mädels aber am Mittwoch unablässlich sein wird um Russland zu schlagen.
1.Min Versuch Schweden 0:5
17.Min Versuch Schweden 0:12
21.Min Versuch Schweden 0:19
29.Min Versuch Schweden 0:24
64.Min Versuch Schweden 0:29
Für Deutschland spielten:
Sabine Misbach (35. Dana Nikolaj), Jaqueline Reisker (61. Laureen
Ripperger), Sabine Schubert (57. Sonja Cole), Anna Krauskopf (65. Laura
Lentzer), Marlena Sang, Lisa Maral, Svetlana Hess, Simone Otto (55.
Julia Rettig), Martha Ivanovas (59. Julia Wich- Schwarz), Marina Apfel,
Maike Tetz, Ninja Duri, Corinna Völker ©, Clarissa Wölki (63. Nelly
Gachignard, Alysha Stone
European Trophy 2010: DRV-Frauen unterliegen Italien
Nach dem letzten Platz bei der vergangenen Trophy 2009 in Schweden ging die deutsche Mannschaft in Strasbourg als Außenseiter ins Turnier – schlecht einzuschätzen aufgrund der vielen Veränderungen. Nicht nur im Kreise der Spielerinnen gibt es neue Gesichter, auch der Betreuerstab hat sich verändert. Co-Trainer Marko Pielhler unterstützt in diesem Jahr Lofty Stevenson, der das Traineramt im Winter übernommen hat. Auch Teammanagerin Tabea Neubert feiert nach mehrjähriger Teilnahme als Spielerin ihr EM-Debut als Managerin.
Und so stand das erste Spiel des Turniers auch ganz im Zeichen der „Neuen“: Insgesamt neun Spielerinnen feierten ihr Debut in der 15er-NM der Frauen: Maike Tetz, Laureen Ripperger, Sabine Misbach, Clarissa Wölki, Jaqueline Peisker, Dana Nikolaj, Julia Wich-Schwarz, Nelly Gachignard und Anna Krauskopf.
Als Gegnerinnen stand den deutschen Frauen im ersten Spiel eine selbstbewusste italienische Mannschaft gegenüber. Nach einer gelungenen Six-Nations-Saison dürften die Italienerinnen mit der Ambition Gruppensieger zu werden in Strasbourg antreten. Dennoch schien die deutsche Mannschaft auf dem Platz den Italienerinnen in den ersten zwanzig Minuten fast ebenbürtig. Teilweise Unerfahrenheit kompensierte die junge Mannschaft mit Motivation und verteidigte verbissen. Nur einmal gelang es den Gegnerinnen im ersten Viertel im deutschen Malfeld zu punkten. So zeigte sich auch Stevenson vor allem von diesem Teil des Spiels begeistert. „Das war die beste und aggressivste Verteidigung, die ich gesehen habe, seit ich in Deutschland bin.
Im Laufe des Spiels zahlten die deutschen Frauen dann dennoch Lehrgeld. Zuerst brachte eine Verletzung in der 14. Minute Unruhe in das Spiel der deutschen Frauen, Marlene Lorenz musste das Feld verlassen. Ohne die erfahrene Spielerin wirkte die deutsche Mannschaft im Sturm verunsichert und musste sich reorganisieren.
Gleichzeitig zeigte sich aber auch die Erfahrung der Gegnerinnen, die mit mehr Spielübersicht agierten. Sie begannen auf die starke Verteidigungsarbeit mit vermehrtem Kickspiel zu reagieren, umgingen so die Verteidigung des deutschen Teams und gewannen immer wieder zahlreiche Meter. Die italienische Dominanz in den offenen Gedrängen war deutlich. Und nicht zuletzt gelang es den Italienerinnen im Laufe des Spiels mehrfach individuelle Fehler unserer Frauen für sich zu nutzen und zu Punkten. Da half es auch nicht, dass die deutschen Frauen zum Ende der zweiten Halbzeit mehr als zwanzig Minuten ihr Malfeld sauber hielten. Mit einem siebten und letzten Versuch kurz vor Spielende sicherte sich Italien den ersten Sieg des Turniers.
Auf die deutschen Frauen wartet bereits morgen Abend das nächste Spiel. Den Gegnerinnen aus Schweden gelang es 2009 sich durch einen überraschenden Sieg der European Trophy im eigenen Land für den Weltcup zu qualifizieren. Es bleibt abzuwarten, ob sie in diesem Jahr „auswärts“ ebenso stark auftreten – für ein junges und noch nicht perfekt eingespieltes Team wie das deutsche sind sie in jedem Fall ein harter Gegner.
Für Deutschland spielten (nach Positionen):
Sabine Missbach (51. Dana Nikolaj), Marlene Lorenz (14. Laureen Ripperger, 50. Jaqueline Peisker), Sabine Schubert, Anna Krauskopf (60. Sonja Cole), Marlena Sang (35. Julia Rettig), Lisa Maral, Svetlana Hess, Simone Otto, Martha Ivanovas, Marina Apfel, Maike Tetz (53. Julia Wich-Schwarz), Ninja Duri (55. Nelle Gachignard), Corinna Völker, Clarissa Wölki, Alysha Stone.
Spielergebnisse in Pool B:
Schweden - Russland 32:0
Spanien - Niederlande 26:12
Italien - Deutschland 43-0
Die nächsten Spieltermine des Pools:
Montag (in Colmar)
Italy - Russia (16 Uhr)
Sweden - Germany (18 Uhr)
Mittwoch (in Haguenau)
Italy – Sweden (17 Uhr)
Russia – Germany (19 Uhr)
Samstag (Strasbourg und Illkirch)
Platzierungsspiele und Finale (13 Uhr bis ca. 19:30 Uhr)
HRK – Deutscher Meister im 15er 2010
Mit einer überragenden 1. Halbzeit haben sich die HRK-Mädels den Meisterkranz gesichert. In Halbzeit 1 verbuchte der Klub 5 Versuche, von denen 2 erhöht wurden, sowie einen Strafkick zum Halbzeitstand von 32:0. Im zweiten Durchgang konnten die Blauen besser dagegen halten und das Spiel offener gestalten. Je ein Versuch auf beiden Seiten war die Ausbeute. Endergebnis 37:5 aus Sicht des HRK.
Die Mannschaft um Kapitänin Nina Kropp traf sich am Finaltag bereits um 10:00 Uhr zur gemeinsamen Vorbereitung. Ein kurzes Aufwärmen zum „Captainsrun“ verscheuchte die letzte Müdigkeit bevor die Oldies den Mädels ihr Können gegen die schottische Gastmannschaft aus Kirkaldy zeigten. Nach einem Brunch und Briefing, in der die letzten taktischen Einstellungen ausgegeben wurden, sowie dem konzentrierten Warmup ging es um 14:45 Uhr auf die andere Straßenseite in den Fritz-Grunebaum-Sportpark. Nach Nationalhymne und Mannschaftsaufstellung pfiff Kathi Pickert das Endspiel etwas verfrüht an.
Dass die Vorbereitung auf dieses Spiel perfekt war, zeigte sich bereits in der 2. Minute nach einem gewonnenen Gedränge in der eigenen Hälfte. Eine Pass – Stafette bis zur rechten Außenbahn, ein langer Sprint von Alysha Stone, in dem die gesamte Verteidigung des SCN überlaufen wurde, und das 5:0 war geschehen. Lisa Kropp hatte mit der Erhöhung unter den Stangen keine Probleme. Das Team Capri - Sonne spielte wie entfesselt auf. Die Blauen waren in fast allen Belangen unterlegen. Die Angriffswellen konnten eins ums andere Mal nur in höchster Not gestoppt werden. In der 13. Minute wurde dann Tilla Dier vorbildlich auf der linken Außenbahn bedient und konnte das Ei nach einem sehenswerten Laufduell zum 12:0 an der Ecke ablegen. In der 17. Minute musste die SCN-Flankerin Franziska Strauch für 10 Minuten vom Platz. Ein sehr spätes Tackle an Lisa Kropp, die danach behandelt werden musste, war der Grund dafür. Direkt danach (19. Minute) war die quirlig aufspielende Friederike Kempter nicht zu halten. Sie nahm den Weg durch die Mitte und erzielte das 17:0. Die Erhöhung war von dieser Position für Lisa Kropp kein Problem. Weitere fünf Minuten darauf schloss Svetlana Heß einen ihrer unvergleichlichen Solos mit dem 24:0 ab. Seyma Ünlü trug sich nach einem sehenswerten Angriff über mehrere Stationen mit dem 29:0 ebenfalls in die Scorerliste ein. Lisa Kropp stellte mit einem Strafkick in der 31. Minute den Halbzeitstand von 32:0 her.
Nach dem Seitenwechsel waren es wiederum die Zebras die punkteten. Die Bundesliga – Toptryscorerin Svetlana Heß legte in der 57. Minute ihren 23!!! Versuch dieser Saison. Das Spiel war spätestens jetzt entschieden. Daran änderte auch der Ehrenversuch von Tina Durst in der 62. Minute nichts mehr.
Es spielten: 1. Anja Boyne (52. Laureen Ripperger), 2. Friederike Kempter, 3. Helena Alsbury (69. Dana Nikolai), 4. Suse Wodarz (58. Olli Bähr), 5. Mona Bieringer, 6. Seyma Ünlü, 7. Lisa Maral (62. Vanessa Ripperger), 8. Nina Kropp, 9. Sarah Treiber (62. Carina Wiedemann)) 10. Lisa Kropp. 11. Tilla Dier, 12. Jana Eisenbeiß, 13. Corinna Völker (45. Karoline Villinger), 14. Alysha Stone (69. Katrin Schmitt), 15. Svetlana Heß .
Bericht vom Lehrang der 15er-Frauennationalmannschaft
Am Lehrgang haben teilgenommen:
Earlsdon RC: Julia Schneider
Eintracht Frankfurt: Eva Cless, Juliane Mittelstädt, Corinna Völker
FC Schwalbe: Simone Otto
FC St. Pauli: Ninja Duri, Marlene Lorenz, Linea Zindel
Gent WRFC: Martha Ivanovas
Heidelberger RK: Tilla Dier, Jana Eisenbeiß, Svetlana Hess, Lisa Kropp, Lisa Maral, Dana Nikolai, Laureen Ripperger, Alysha Stone, Maike Tetz, Karoline Villinger
RC Leipzig: Bettina Augner
RK 03 Berlin: Vivian Bahlmann
SC Germania: Jacqueline Peisker, Kirstin Wagner
SC Neuenheim: Sonja Cole, Julia Rettig, Maresa Rüdel, Julia Wich-Schwarz, Franziska Straub
Stuttgarter RC: Marina Apfel, Sabine Missbach, Stephanie Müller, Clarissa Wölki
USV Jena: Antje Becker
Wiedenbrücker TV: Vanessa Vollenkemper
Do, 25.03.2010
Nominierung zum Oster-Lehrgang der 7er-Nationalmannschaft
Heidelberger RK: Tilla Dier, Jana Eisenbeiß, Svetlana Hess, Friederike Kempter, Lisa Kropp, Nina Kropp, Lisa Maral, Alysha Stone, Corinna Völker
FC St. Pauli: Johanna Schlüter, Linea Zindel
RK 03 Berlin: Vivian Bahlmann
Rugby Union Marburg: Jenny Naruhn
SC Neuenheim: Tina Durst
Stuttgarter RC: Marina Apfel
Als Physiotheratpeutin wird Hannah Ruff vor Ort sein.
Mo, 29.03.2010
DRV-Trainerin Susanne Wiedemann für den iRB in Odense
„I have specifically requested her support from the DRV as Susanne is the national 7’s coach of the German Women’s National team. Susanne has been at various international 7’s tournaments in this role. Her deployment is also especially significant considering the expected number of female participants“, so Douglas Langley, Regional Development Manager Europe des iRB.
Wiedemann hat vor knapp eineinhalb Jahren ihre iRB Educator-Lizenz erhalten und kommt in Dänemark zu ihrem ersten internationalen Einsatz in der Ausbildung von Trainerinnen und Trainern. Seit Ende 2008 bildet sie in der german women´s 7s rugby academy (www.rugby7.de) 7er-Rugbyspielerinnen in Deutschland aus.
veröffentlicht von Katharina Oebbecke
Nominierung zum ersten 15er-Lehrgang 2010
FC St. Pauli: Marlene Lorenz, Linea Zindel
Heidelberger RK: Tilla Dier, Jana Eisenbeiß, Alysha Stone, Svetlana Hess, Laureen Ripperger, Lisa Kropp, Lisa Maral, Dana Nikolaj, Maike Tetz, Karoline Villinger
SC Neuenheim: Franziska Straub, Sonja Cole, Julia Rettig, Maresa Rüdel, Julia Wich-Schwarz
Eintracht Frankfurt: Juliane Mittelstädt, Corinna Völker, Eva Cless
Wiedenbrücker TV: Vanessa Vollenkemper
SC Germania: Kirstin Wagner, Jacqueline Peisker
FC Schwalbe: Simone Otto
RC Leipzig: Bettina Augner
USV Jena: Antje Becker
RK 03 Berlin: Vivian Bahlmann
Gent WRFC: Martha Ivanovas
Earlson RC: Julia Schneider
Die Betreuung liegt in den Händen von Lofty Stevenson, Bärbel Glass und Tabea Neubert.
Mo, 15.03.2010
RBW-Frauenrugby: Auftakt 2010
25 Spielerinnen waren dem Aufruf gefolgt und fanden sich am Samstagmorgen im Landesleistungszentrum beim Heidelberger Ruder Klub ein um gemeinsam zu trainieren und sich auf das am Sonntag folgende Spiel gegen den RC Sélestat vorzubereiten. Der RC Sélestat aus dem nahe liegenden Elsass spielt in Frankreich in der 1. Division und bereitete sich mit diesem Freundschaftsspiel auf die französische Rückrunde vor.
Bei Bilderbuch-Rugbywetter begrüßten die Trainer und Managerin Regina Schuster die Mannschaft im Akademie-Raum des RBW. Danach wählte die Mannschaft Lisa Kropp (HRK) zur Kapitänin für das Wochenende; der Sturm wurde geführt von Sonja Cole (SCN). Physiotherapeutin an diesem Tag war Sonja Lapuks.
In der 1. Trainingseinheit lagen die Ballfertigkeiten und die Fitness der Spielerinnen im Fokus der Trainer Alfred Jansen (HRK) und Bärbel Glass (RBW). Nach der Mittagspause, gesättigt dank des Caterings durch den Frauenförderverein des HRK, kümmerte sich Alfred Jansen um die Stürmerinnen und die Abstimmung in Gasse und Gedränge, während die Hintermannschaft, besetzt mit Nationalspielerinnen und talentierten Nachwuchsspielerinnen, von Bärbel Glass eingespielt wurde. Nach einer kurzen Teepause konzentrierte sich das gemeinsame Training auf das Angriffsspiel.
Die Spielerinnen aus den drei baden-württembergischen Vereinen, allesamt 15er-Spielerinnen der 1. Frauenbundesliga fanden immer besser zusammen und beide Trainer waren zum Ende der Trainingseinheiten sehr optimistisch für das Spiel am kommenden Tag. Nach dem Abendessen ging es dann noch zum gemeinsamen Bowling - auch der Spaß in und mit dem Team neben dem Feld kam nicht zu kurz.
Der folgende Spieltag begann für die Spielerinnen um 9 Uhr mit einer kurzen Besprechung der Aufgaben an diesem Tag. Anschließend ging es in einer weiteren Trainingseinheit um das Spiel in der Verteidigung. Nach einem leichten Mittagessen und einer ausgiebigen Mittagspause ging es an die Spielvorbereitung. Die Physiotherapeutin Cate Archibald kümmerte sich für das Spiel um die medizinischen Belange der Spielerinnen.
Um halb zwei kam das 30-köpfige Team der Franzosen auf dem Platz an - die Spielerinnen waren trotz der Sturmwarnung angereist. Der Wind sollte an diesem Tag dem Spiel noch seinen Stempel aufdrücken, denn es war alles andere als ein laues Lüftchen. Um 15 Uhr wurde das 3 x 30 min dauernde Spiel von Schiedsrichter Florian Forstmeyer (RBW) angepfiffen: Die Französinnen begannen druckvoll und die RBW Frauen hatten alle Hände voll zutun das Malfeld zu verteidigen. Unsere Gegenangriffe wurden durch das weite Passspiel immer wieder vom Winde verweht und so kamen die Französinnen immer wieder zu Angriffsbällen. Nach 22 Minuten lief die Außenspielerin von Sélestat auf der Ecke ein, doch wurde auch der versuchte Erhöhungskick vom Winde verweht. Mit dem Stand von 0:5 ging es in die erste Drittelpause.
Mit einigen Auswechslungen und spieltaktischen Änderungen ging es in das zweite Drittel. Die Mannschaft fand immer besser zusammen und ins Spiel. Mit einem schnellen Versuch in der 32. Minute durch Svetlana Hess und einer erfolgreichen Erhöhung von Lisa Kropp gingen die RBW Mädels mit 7:5 in Führung. Die Anlaufschwierigkeiten vom ersten Drittel waren vergessen und so konnte Jana Eisenbeiß in der 40. Minute in das französische Malfeld einlaufen und Lisa Kropp traf erneut die Erhöhung. Mit dem neuen Spielstand von 14:5 ging es in die zweite Halbzeitpause. Im letzten Drittel kamen die Französinnen wieder zurück ins Spiel und waren ein ebenbürtiger Gegner, dem es dann in der 70. Minute gelang einen weiteren Versuch zu legen und das Ergebnis auf 14:10 zu verkürzen. Das war gleichzeitig auch der Endstand des Spiels.
Mit einem gemeinsamen Essen mit den Gästen fand das Wochenende einen harmonischen Abschluss und eine Einladung für ein Rückspiel ausgesprochen.
Die Spielerinnen vom Wochenende:
Stuttgarter RC: Daniela Mück, Stephanie Müller, Sabine Mißbach und Marina Apfel, Clarissa Wölki
SC Neuenheim:(Lisa Bohrmann), Sonja Cole, Stefanie Horn, Julia Rettig
Heidelberger RK: (Mona Bieringer), (Anja Boyne), Tilla Dier, Jana Eisenbeiß, Svetlana Hess, Friederike Kempter, Lisa Kropp, Lisa Maral, Dana Nikolai, Laureen Ripperger, (Vanessa Ripperger), Katrin Schmitt, (Sarah Treiber), Seyma Ünlü, Karoline Villinger, Corinna Völker.
geschrieben von Bärbel Glass
Mo, 01.03.2010
Ergebnisse der 7er-Frauennationalmannschaft beim Las Vegas Invitational
Die Versuche für Deutschland im ersten Spiel legten Friederike Kempter und Ninja Duri.
geschrieben von Katharina Oebbecke
Sa, 13.02.2010
Las Vegas 7s - Tagebucheintrag Nr. 5
Fr, 12.02.2010
Las Vegas 7s - Tagebucheintrag Nr. 4
Der Mittwoch weckte uns das erste Mal mit Sonnenschein. Wie üblich hieß es sieben Uhr aus den Federn. Beginnend mit Dehnübungen, leichten Squats und ausschütteln, folgte ohne Erbarmen der Eisbaddip. Darauf folgte, wie so oft, ein gesundes Frühstück: bestehend aus einer leckeren, gesunden Auswahl. Motiviert starteten wir die erste Trainingseinheit, deren Inhalt geprägt war von Strategie.
Das Training verlief sehr konzentriert und erfolgreich. Natürlich folgte nach der Rückfahrt ein außergewöhnlich intensives Eisbad, welches das Untertauchen der Schultern in das eiskalte Wasser erforderte und das andere Ende des Beckens schwimmend erreicht werden musste. Mittagspause und zweite Trainingseinheit verliefen ebenfalls sehr ergebnisorientiert. Im Gegensatz zu der immer mehr in der Welt an Übergewicht leidenden Bevölkerung, traten wir den Kampf gegen die tranige Schwerkraft des Körpers an. Erschöpft zuhause in der Mohawk Street erwartete uns Lasagne mit Salat, von der wir genüsslich aßen. Per Schichtduschen machten wir uns hübsch, um der größten Überraschung der Woche entgegenzutreten. DER STRIP!! Eineinhalb Stunden hatten wir Zeit. Aber es hat gereicht für die Bright Lights von Las Vegas. So viel zum Thema Las Vegas. Zur späten Abendstunde erhielten wir noch die Nominierung für das erste Spiel, welches uns am Freitag gegen die USA erwartet.
Mo, 15.02.2010
Las Vegas 7s - Tagebucheinträge Nr. 2 und 3
Eintrag Nummer 1...
Die letzten beiden Tage haben wir mit konzentriertem Training verbracht. Es wurden jeweils zwei intensive Trainingseinheiten absolviert. Ein Zirkeltraining mit rugbyspezifischen Fitnessübungen, Vertiefung der Verteidigungsstrategien sowie die Weiterentwicklung des Verhaltens in Kontaktsituationen gehörten dazu. Diese Aspekte versuchten wir anschließend im Übungsspiel umzusetzen, was teilweise schon erfolgreich gelang, aber in den nächsten Tagen sicher noch verbessert werden kann.
Zur besseren Regeneration schließen sich an jede Trainingseinheit Lockerungsübungen der Muskulatur und Wechselbäder im hauseigenen Pool an. Im kalten Poolwasser startet auch unser Tag um 7 Uhr, so dass wir nach dem anschließenden Frühstück wach in die erste Trainingseinheit starten können. Der Tag endet dann gegen 20 Uhr mit einer gemeinsame Feedbackrunde in der wir den Tag reflektieren und uns neue Ziele für den nächsten Tag setzten.
Als Überraschung erwartete uns heute Abend noch ein Training der etwas anderen Art, das von Larissa geleitet wurde. Sie studierte mit dem ganzen Team eine Tanzchoreographie ein, was eine wunderbare Abwechslung vom Trainingsalltag war und uns viel Spaß bereitet hat.
Nach dem Frühstück ging es dann los zum Training. Heute lag unser Schwerpunkt darin, das Gelernte von gestern anzuwenden und den Transfer zum Spiel zu schaffen. Wir starteten zum Aufwärmen mit einem spannenden und anstrengend Athletikzirkel. Danach beschäftigten wir uns intensiv mit der Verbesserung am Gate und der Organisation vom Offenen Gedränge weg. Wichtig dabei war, dass wir Gelerntes immer gleich mit einbauten. Bei einer weiteren Übung ging es um die Verteidigung und deren verschiedenen Möglichkeiten. Wichtig waren für uns die Begriffe Driften und Hammern.. Es hat einige Zeit gedauert bis wir uns richtig eingefunden haben. Wenn alles richtig geklappt hatte und die Verantwortungsbereiche klar waren, machte es richtig viel Spaß.
Die erste anstrengende Trainingseinheit war nun beendet und wir mussten zurück zum Mittagessen. Doch vor dem Essen hieß es noch mal für alle: aktive Erholung im Pool. Nach dem alle mal wieder super gestärkt waren, dank dem leckern Essen von Brei, machten wir uns nach eine kurzen Pause wieder auf zum Rugbyplatz. Die Pause gilt jedoch nicht für jeden. Unsere Physio’s arbeiteten weiter daran alle aufgetretenen körperlichen Beschwerden zu beseitigen und müde gewordene Beine wieder fit zu machen.
Dank unserem tollen rundum Service ging’s also voller neuer Kraft wieder auf den Platz. Diesmal begannen wir die Trainingseinheit mit einer Vertrauensübung, die uns allen sehr viel Freude bereitete. In kleinen Gruppen begannen wir nun spielerische Elemente umzusetzen. Schnelle Variationen, Vertrauen zum eigenen Pass und den der Mitspielerin, schnelle Reaktionsfähigkeiten und Umsetzung des Gelernten war gefragt. Wieder einmal war es spannend zu Beobachten, wie schnell man sich entwickeln kann und wie schnell wir voneinander lernen. Schnell trauten wir uns mehr Raum auszunutzen und arbeiteten stetig an unserer Kommunikation. In zwei verschiedenen Gruppen trainierten wir erneut die verschiedenen Verteidigungsvarianten und das Klären und Sauber machen von Offenen Gedrängen. Dabei hieß es schnell zu reagieren und die richtige Technik sinnvoll einzusetzen. Damit war dann leider unsere Trainingszeit schon wieder vorbei und wir machten uns auf den Rückweg.
Und was kam dann als erstes? Richtig, Eisbad! Also Poolzeit! Nach dem Abendessen ging es für alle ins Feedback.
Do, 11.02.2010
Las Vegas 7s - Tagebucheintrag Nr. 1
7. Februar 2010:
Nach intensiven Vorbereitungen konnten wir am Freitag endlich in Richtung Las Vegas starten. Da unsere Flüge kurzfristig wetterbedingt umgebucht werden mussten, kamen wir erst nach 26 Stunden müde an unserem Ziel an. Der Samstag begann zunächst mit individuellen Auflockerungen durch unsere Physios Hannah und Ines. Dies half uns die anstrengende Reise besser zu bewältigen. Nachmittags ging es dann erstmalig auf den Rugbyplatz direkt neben dem Sam Boyd Stadium, wo auch das 7er Turnier stattfinden wird. Das Training bestand vorrangig aus Handling-Übungen und einem Trainingsspiel, um uns nach der Winterpause wieder an den Ball zu gewöhnen. Da wir alle noch mit dem Jetlag zu kämpfen hatten, endete der Abend sehr früh.
Heute ging es nach dem Frühstück gleich zur 1. Trainingseinheit, bei welcher wir durch die Rugbymädels der „Las Vegas Slots“ unterstützt wurden. Nach dem Warm-up gab es eine kleine Athletikeinheit und danach lag der Fokus vorrangig auf der Verbesserung unserer Verteidigung. Nach dem Mittagessen ging es zur 2. Trainingseinheit. Auch dieses Mal begannen wir mit einem Athletikteil, um daraufhin sowohl an unseren Sidesteps als auch an der Organisation im Angriff zu arbeiten. Zurück im Haus wartete zunächst der kalte Pool zur Förderung der Regeneration auf uns. Dann schauten wir uns das Ende des Super Bowls an. Dazu gab es typisches Super Bowl-Essen (Chilli con Carne, Maisbrot,…) von unserer Köchin Bree.
Mi, 10.02.2010
Die Super 7 Serie
Die Serie ist eine lose Abfolge sieben voneinander unabhängigen 7er-Turnieren: sechs Turniere während der Saison und als abschließendes Turnier wird die offene deutsche 7er-Meisterschaft gewertet. Ein Team kann ebenso an einem einzelnen Turnier teilnehmen wie an der ganzen Serie. Am Ende der Spielzeit wird – unabhängig von der Wertung auf den einzelnen Turnieren – das Team mit dem besten Gesamtergebnis geehrt. Hierzu werden für jede Platzierung in der Ergebnisliste eines Turniers Punkte vergeben – für den ersten Platz 14 Punkte, den zweiten 12 Punkte usw. In die Gesamtwertung fließen die besten vier Ergebnisse der ersten sechs Turniere ein. Zusätzlich wird die offene deutsche 7er-Meisterschaft doppelt gewichtet.
Die Turniere sind dabei bewusst offen gestaltet: Teilnehmen können nicht nur in- und ausländische Vereinsmannschaften, sondern auch Teams, die aus Spielerinnen verschiedener Vereine bestehen. Auch Einzelspielerinnen mit Spaß am 7er sind willkommen. Sie verstärken angereiste Teams oder gründen Piratenteams.
Ebenso wie Turniere auf internationaler Ebene sind die Turniere zweitägig angelegt. Da dies bei kleinen Turnieren wenig Sinn macht, wird bei weniger als acht teilnehmenden Teams nur der Sonntag als Turniertag, der Samstag als gemeinsamer Trainingstag genutzt. Um dem Ausrichter die allgemeine und den Teilnehmern die Anreiseplanung zu erleichtern gibt es für Teams eine Meldefrist vier Wochen vorm Turnier; Einzelspielerinnen sind auch kurzfristig willkommen.
Die mit Absicht so offen gestaltete Turnierrunde soll der Entwicklung des Frauen-7er-Rugbys in Deutschland dienen. Bisher scheint das Konzept aufzugehen: Es haben mit dem Heidelberger RK, der RU Marburg, der Adler Kiel, dem RSV Göttingen und der german women 7s Rugby academy nicht nur fünf Teams ein Interesse an einer regelmäßigen Teilnahme bekundet. Auch die reale Teilnehmerzahl bei den ersten Turnieren steigt stetig: Das erste Turnier in Kiel Mitte Oktober fand mit nur vier Teams statt. Schon beim zweiten Turnier am vergangenen Wochenende in Heidelberg konnten alle fünf festen Interessenten begrüßt werden. Am kommenden Wochenende (7./8. November) findet für dieses Jahr das letzte Turnier beim RK 03 in Berlin statt. Da auch Berlin hieran mit einer Mannschaft teilnimmt, werden sich am Sonntag sechs Teams gegenüber stehen. Die langsame Steigerung der Teilnehmer lässt für das nächste Jahr hoffen.
Auch die Stimmung auf den Turnieren macht für das nächste Jahr optimistisch: Turniersieger in Kiel war der HRK, gefolgt von Marburg und Kiel. Den vierten Platz belegte Göttingen. In Heidelberg wurde auch die Chance zum gemeinsamen Training rege genutzt: Unter Federführung der german women 7s Rugby academy- und Nationaltrainerin Susanne Wiedemann trainierte Samstag nicht nur die academy, sondern mit ihr zusammen Spielerinnen aus Kiel und vom HRK. Die academy trat Sonntag beim Turnier erstmals bei der Serie an und zeigte vor den Augen des DRV-Vorsitzenden Claus Peter Bach ihre Überlegenheit: Sie gewann klar das Turnier, gefolgt von dem HRK, Marburg, Kiel und Göttingen.
Für die Teilnehmer sind die Turniere bisher „nicht nur“ 7er-Turnier, sondern sie machen auch Spaß und die Fahrt lohnt! Die Termine für die übrigen drei Turniere der Spielzeit werden spätestens auf der Arbeitstagung Frauenrugby im Januar bekannt gegeben; von dem Zeitpunkt an ist auch eine Bewerbung um die Turnieraustragung möglich. Und sobald Ort und Zeit bekannt gegeben sind heißt es: Anmelden, Rugbyboots einpacken und 7er spielen.
Anlaufstelle für weitere Fragen ist Bärbel Glass; die Email-Adresse hierfür sowie für Turniermeldungen ist super7serie-at-email.de
Mi, 04.11.2009
Olga Schneidewind tritt als Vorsitzende der DRF zurück
Sa, 31.10.2009
7er Nationalmannschaft zu den Las Vegas 7s eingeladen
Erwartet werden zu dem Turnier die Weltmeisterschaftsfinalisten USA und Südafrika, auch England und Canada, die sich zuletzt im Viertelfinale auf dem World Cup begegnet sind sowie China, Japan und Neuseeland. Das Turnier in Las Vegas ist neben den Hong Kong 7s und dem Turnier in Dubai das drittgrößte Turnier weltweit. Eine bisher einmalige Gelegenheit für die Spielerinnen der german women´s 7s rugby academy, sich international zu bewähren. Weitere Informationen zum Turnier gibt es auf www.usasevens.com
Quelle: www.rugby7.de
Di, 20.10.2009
HRK – Frauen übernehmen Tabellenführung in der 7er-Liga
Los ging es gegen die Gastgeberinnen. Trotz der Reisestrapazen von 7 Stunden Busfahrt wurde der Gegner von Beginn an unter Druck gesetzt. So konnten insgesamt sieben Versuche und eine Erhöhung zum 0:37 erzielt werden. Tilla Dier begann mit einem Doppelschlag und brachte den HRK mit 0:10 in Führung. Lisa Maral tauchte ebenfalls zweimal ins Malfeld der Kielerinnen ein und steuerte eine Erhöhung bei – Halbzeitstand 0:22. Nach dem Wiederanpfiff war es die pfeilschnelle Nachwuchsspielerin Kathrin Schmitt, die die Führung mit einem Versuch weiter ausbaute. Auch Seyma Ünlü wollte sich eintragen und legte hinter der Linie ab. Lisa Maral stellte mit ihrem dritten Versuch den Endstand von 0:37 her.
Nach kurzer Pause von 10 Minuten begann das zweite Turnierspiel für den HRK. Göttingen hatte mit einem vierten Platz bei den Hochschulmeisterschaften auf sich aufmerksam gemacht, war aber ansonsten für die Klublerinnen unbekannt. Entsprechend konzentriert wurde in das Spiel gegangen. Sarah Treiber eröffnete mit einem Versuch. Lisa Maral konnte wiederum mit einem Doppel den Halbzeitstand mit 0:15 markieren. Nach der Halbzeitpause packte Kathrin Schmitt wieder den Turbo aus und erhöhte auf 0:25. Den Schlussstrich in diesem Spiel zog Mona Bieringer mit einem Versuch zum Endstand von 0:30.
Gegen Marburg tat sich das Team „Capri Sonne“ schwer und geriet nach der 0:5 Führung durch Seyma Ünlü mit einem erhöhten Versuch mit 7:5 in Rückstand. Erst kurz vor Schluss war es Lisa Maral, die ihren Offensivdrang nutzte und mit einem erhöhten Versuch den Sieg mit dem Ergebnis 7:12 sicherte. Die Wahl zur Spielerin des Tages war aufgrund der geschlossenen und vor allem ausgeglichenen Mannschaftsleistung mehr als schwierig und wäre keiner Spielerin gerecht geworden. Folglich wurden von den Trainern alle acht Mädels im Team dazu bestimmt.
Am Sonntag traten wir die lange Heimfahrt an und erreichten am frühen Abend die heimatlichen Gefilde. Bleibt ein herzliches Dankeschön nach Kiel, die das Turnier prima organisiert und uns toll aufgenommen haben. Wir freuen uns auf das nächste Turnier zu Halloween auf unserem Platz und hoffen auch ein so guter Gastgeber zu sein.
Di, 20.10.2009
Tabea Neubert Managerin der 15er Nationalmannschaft
Die 29jährige Neubert knüpft mit ihrer neuen Aufgabe unmittelbar an ihre aktive Zeit als Spielerin an. Die ehemals erfolgreiche Skilangläuferin lernte 2001 in Jena Rugby kennen und widmete sich seither intensiv dieser Sportart. In den vergangenen Jahren sammelte sie weitreichende Erfahrungen im In- und Ausland. So trainierte sie während eines achtmonatigen Aufenthalts in Kapstadt (SA) bei der Western Province Auswahl mit. Zwischen 2007 und 2009 gehörte Neubert zum Kader der 15er Nationalmannschaft; 2008 war sie gleichzeitig Spielerin des 7er Nationalteams. Mit diesem nahm sie an der Europameisterschaft in Limoges teil und wurde dort unter die zehn besten Spielerinnen des Turniers gewählt – neben der Meisterschaft mit dem SCN in diesem Jahr sicherlich der sportliche Höhepunkt ihrer Rugbykarriere.
Aus gesundheitlichen Gründen verabschiedete sich Neubert diesen Sommer von ihrer aktiven Zeit, möchte aber auch in Zukunft „ihrem“ Sport erhalten bleiben. Für ihre neue Aufgabe als Managerin ist sie aufgrund ihres abgeschlossenen Sportmanagement-Studiums – mit Diplom-Arbeit zum Thema Mädchenrugby in Deutschland – nicht nur theoretisch hervorragend qualifiziert, sondern zeichnet sich darüber hinaus durch ihr persönliches Engagement für das deutsche Frauenrugby aus. Neben ihrer Tätigkeit als Managerin der Leipziger Frauen ist sie DRF-Mädchenbeauftragte.
Denjenigen, die Tabea Neubert nicht persönlich kennen, ist vielleicht zumindest ihre Stimme vertraut: Während der Hannover 7s 2009 war Tabea Neubert Co- Kommentatorin für Totalrugby. Schon die „Hörproben“ (http://www.totalrugby.de/content/view/1767/289/) zeigen den Spaß, den sie am Rugby hat und der der Grund ist, warum sie ihm so viel Zeit widmet.
Fr, 25.9.2009
HRK empfängt in der Frauenbundesliga die Stuttgarterinnen
Am 20.09.2009 werden die Stuttgarterinnen beim HRK erwartet. Die erfahrenen Schiedsrichterin Andy Kimmel wird das Spiel um 12:00 Uhr anpfeifen.
Das Team der Zebras wird an diesem Wochenende mit den erfahrenen Spielerinnen Friederike Kempter, Juliane Mittelstädt und Jana Eisenbeiß wieder verstärkt werden können. Entgegen der Berichte wird Alysha Stone, die weiter an ihrer Trainingsverletzung laboriert, nicht auflaufen können. Auch Vanessa und Laureen Ripperger haben berufsbedingt noch einiges an Trainingsrückstand aufzuholen und werden daher nicht eingesetzt werden können.
„Das Team der Zebras wird wohl wegen der letzten Spiele gegeneinander als Favorit gegen die Schwäbinnen gehandelt. Wir haben der Mannschaft jedoch deutlich gemacht, dass jedes Spiel mit 0:0 beginnt und 80 Minuten dauert. Die Stuttgarterinnen haben sich kontinuierlich gesteigert und haben in allen Mannschaftsteilen hervorragende Spielerinnen in ihren Reihen. Wir dürfen dieses Team nicht unterschätzen. In der letzten Saison haben sie gezeigt, dass sie mächtig Druck machen können und sich in keiner Situation aufgeben. Maßgabe für uns wird sein das Spiel von Beginn an konzentriert anzugehen, um so unsere Vorteile nutzen zu können.“ so die Trainer beim Klub.
Die Mannschaft wird sich am Freitag im Abschlusstraining auf das Spiel gezielt vorbereiten. Danach wird der Mannschaftskader benannt. Wir freuen uns auf eine große Zuschauerzahl.
Do, 17.9.2009
Susanne Wiedemann zur 15er-Nationaltrainerin ernannt
Das Präsidium des Deutschen Rugby-Verbandes (DRV) hat Susanne Wiedemann zur neuen Trainerin der Frauen-Nationalmannschaft im 15er-Rugby ernannt.
Die Personalentscheidung war notwendig geworden, nachdem der bisher für das Team zuständige Nationaltrainer Friedrich Radetzky (Leipzig) sein Amt zum Ende der vergangenen Saison aus privaten Gründen niedergelegt hatte. Um die hierdurch entstandene Lücke zu Beginn der neuen Saison nahtlos zu schließen, hat das Präsidium des DRV sich auf Empfehlung des Frauenausschusses einstimmig für Susanne Wiedemann ausgesprochen.
Als Trainerin des 7er-Frauennationalteams, das sie seit eineinhalb Jahren betreut, ist ihr Name den meisten spätestens seit der Europameisterschaft in Hannover bekannt. Mit einem überraschenden vierten Platz zeigte sich ihr Team dort in Bestform. Zudem gewann das Team unter ihrer Leitung die international besetzten Stockholm 10s.
Als Spielerin war Susanne Wiedemann mehrfach deutsche Meisterin mit dem RC Rottweil sowie dem FC St. Pauli und spielte in zahlreichen Auswahlmannschaften. Zwischen 1994 und 2002 nahm sie an fünf Europameisterschaften und zwei Weltmeisterschaften teil. Zwei Jahre als Spielerin in Frankreichs erster Division brachten ihr zusätzlich internationale Erfahrung.
Praktische Erfahrung als Trainerin sammelte die Sportwissenschaftlerin zuerst als Co-Trainerin, dann als Trainerin beim FC St. Pauli. Seit Anfang 2009 trainiert sie außerdem das Frauenteam des FT Adler Kiel. Seit 2006 hat sie die A-Trainerlizenz, seit Ende 2008 ist sie IRB-Educator.
Susanne Wiedemann selbst freut sich auf ihre neuen Aufgaben. "Es gibt so viel Potential in Deutschland, das wollen wir nutzen, um innerhalb der nächsten eineinhalb bis zwei Jahre ein Team aufzubauen, das eine bestmögliche Leistung abrufen kann."
Di, 18.8.2009
Frauenausschuss dankt Friedrich Radetzky
So, 16.8.2009
















